Geschichte

 

Schon bevor die Europäer den australischen Kontinent für sich in Anspruch nahmen, lebten die Ureinwohner Australiens, die Aborigines friedlich in der Gegend des heutigen Adelaides. Im Laufe der Geschichte ist aus der kleinen Siedlergründung eine moderne Großstadt geworden

 

Die Anfänge Adelaides

Bevor die Europäer den australischen Kontinent überhaupt entdeckt hatten, lebten circa 300 Aborigines des Kaurna-Stammes in der Gegend des heutigen Adelaide. Nachdem 1606 die ersten Europäer Fuß auf Australien gesetzt hatten und in Folge dessen Krankheiten durch die monatelange Fahrt einschleppten, starben viele der Ureinwohner. Diejenigen, die sie überlebten, wurden später in der Gegend von Port Lincoln, weit abseits ihres heimatlichen Gebietes, angesiedelt. Im Jahre 1627 kartographierte der Niederländer Pieter Nuyts die Küste Südaustraliens, im April oder Mai 1770 erreichte schließlich James Cook den Kontinent und nahm das Land formell als britische Kolonie in Anspruch. Daraufhin erforschten die Briten im Jahre 1802 die Südküste. William Light, Surveyor-General von Südaustralien, plante die Stadt und bestimmte einen Ort etwa zehn Kilometer landeinwärts am River Torrens für den Bau der Hauptstadt der neuen Kolonie. Der erste Gouverneur des Staates, John Hindmarsh gab der Stadt 1836 ihren heutigen Namen, benannt nach der deutschstämmigen britischen Königin Adelaide. .

 

Der Weg in die Moderne

Die Briten versprachen den Siedlern der neuen Kolonie im Jahre 1838 Religionsfreiheit, da ein Großteil der ersten Siedler nämlich protestantische Briten wie Baptisten, Presbyterianer und Methodisten waren und in der alten Welt unterdrückt wurden. 1839 kamen die ersten Altlutheraner aus Preußen nach Adelaide, die verfolgt worden waren, weil sie sich der Zwangsvereinigung mit den Kalvinisten widersetzt hatten. Ebenfalls in diesem Jahr wurde die Handelskammer von Adelaide gegründet und außerhalb des Stadtkerns Land zum Anbau von Nahrungsmitteln zur Verfügung gestellt. Bedeutende Silber- und Kupferfunde sorgten für einen ersten Wirtschaftsboom der Stadt. Deswegen wurde Australien zu einem der größten Metallexporteure des britischen Empire. Schnell entwickelten sich etwa 30 „Vorstädte“ wie Unley und Norwood außerhalb des Parkrings um Adelaide. Bereits 1851 betrug die Anzahl europäischer Siedler ca. 14.600. 1856 wurde Port Adelaide mit Adelaide durch eine dampfbetriebene Bahn verbunden. Bereits 1878 wurde mit dem Ausbau der Straßenbahn begonnen, durch Pferde gezogen verband sie dann mehrere Stadtteile von Adelaide. Ein erneuter Wirtschaftsboom zwischen 1870 und 1890 durch den Anbau von Weizen löste nochmals einen Bauboom aus. Viele der in dieser Zeit entstandenen Gebäude prägen heute das Gesicht von Adelaide. 1901 baute man ein Stromkraftwerk zur Versorgung der Einwohner.

 

Adelaide heute

Im 20. Jahrhundert war ein Großteil der Einwanderer nach wie vor hauptsächlich Briten. Nach dem Zweiten Weltkrieg kamen viele griechische und italienische Emigranten nach Adelaide. In den 1970er Jahren wanderten viele Vietnamesen und Lateinamerikaner zu. Der Premier Don Dunstan förderte das Festival of Arts, wie auch eine außerordentlich fortschrittliche Gesetzgebung in South Australia. Das Gebiet, das von dem Parkring umschlossen wird, ist heute hauptsächlich ein Geschäftsbezirk.

 

 

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